Was ist ein Entrepreneur?
http://hangout-lifestyle.de/was-ist-ein-entrepreneur/ Gepostet von Flo in Entrepreneur werden | 4 Kommentare
Ich bin von Niklas (wir haben uns in Australien kennen gelernt, vielen Dank für deine Anregungen) darauf Aufmerksam gemacht worden, doch einfach einmal darüber zu schreiben, wie ich Entrepreneurship definieren würde. Recht hat er, oder? Deswegen mach ich das jetzt einmal. Was wäre die Ideale Übersetzung für Entrepreneur?
Zu aller erst: das Wörterbuch beschreibt Entrepreneur (was übrigens aus dem französischen stammt) als Unternehmer. Sucht man nach dem Wort “Unternehmer”, liefert das Wirtschaftslexikon genau das Wort “Entrepreneur”.
Zitat aus dem Wirtschaftslexikon:
Entrepreneur; im nicht-rechtlichen Sinne gemeint ist immer eine natürliche Person, die eine Unternehmung plant, mit Erfolg gründet und/oder selbstständig und verantwortlich mit Initiative leitet, wobei sie persönliches Risiko oder Kapitalrisiko übernimmt.
Gibt es also keinen Unterschied zwischen Entrepreneur und Unternehmer? Soll man das so hinnehmen? – Erst einmal hinterfragen und weiter recherchieren…
Im gleichen Lexikon kommt man auf der Suche nach “Entrepreneurship” aber gleich wieder auf eine ganz andere Erklärung. Demnach verbindet der Begriff auch einen kreativen und gestalterischen Prozess eines “unternehmerischen Wandels”. Zum anderen wird Entrepreneurship als ein Teilbereich der BWL bezeichnet [...].
Auch ein Wikipedia-Eintrag zum Unternehmer (der bei Eingabe des Wortes “Entrepreneur” weitergeleitet wird), hilft uns nicht weiter. Hier weist die Community selbst schon darauf hin: “Dieser Artikel hat formale Mängel…”.
Konkrete Definition des “Entrepreneurs”
Günter Faltin, Autor des Buchs “Kopf schlägt Kapital“, definiert die ersten drei Schritte in seinem Labor für Entrepreneurship so:
- Entrepreneurship muss man direkt von Business Administration unterscheiden.
Das heißt: ein Entrepreneur beschäftigt sich nicht mit Bürokratie. Wie schon früher erwähnt: er arbeitet AM Unternehmen, aber nicht IM Unternehmen. - An einer Idee muss gearbeitet, konzipiert und immer wieder verbessert werden. Arbeiten Sie so lange an dieser Idee, bis ein richtiges Konzept entsteht.
Das heißt: denken Sie nach, fragen Sie Ihre Familienmitglieder, Freunde und so weiter. Und: denken Sie noch einmal drüber nach… und noch einmal. - Gründen Sie aus vorhandenen Komponenten. Es ist kein Kapital nötig um aus guten Ideen unternehmerisch tätig zu werden.
- Machen Sie sich jetzt an die Arbeit. Je früher, desto besser. Unsere Welt ist schnelllebig. Morgen könnte ein anderer, die selbe Idee haben. Arbeiten Sie jetzt daran.
So. Jetzt habe ich mich in meinem Blog aber dazu entschieden nicht darüber zu schreiben, wie ein Entrepreneur sich im Unternehmen verhalten soll. Ganz im Gegenteil: ich möchte die unternehmerische Tätigkeit auch verknüpfen mit Freiheit, mit Spaß und der Freude am Leben.
Es greifen also weitere Ideen, die für eine Definition wichtig sind:
- Sie setzen auf Outsourcing. Das heißt: Sie lassen Dinge dort erledigen, wo Sie hingehören und professionell erledigt werden können.
- Sie arbeiten nicht im Unternehmen. Arbeiten Sie stattdessen am Unternehmen selbst und verfeinern Sie Ihre Idee oder entwickeln Sie diese weiter.
- Wenn Ihr Unternehmen Gewinne abwirft, ruhen Sie sich nicht auf den Lorbeeren aus. Sie haben noch weitere Ideen: setzen Sie diese ebenfalls um.
- Sie bauen Ihr Unternehmen nicht auf um es später zu verkaufen. Als Entrepreneur sind Sie Besitzer des Unternehmens.
- Treffen Sie Entscheidungen auch einmal aus dem Bauch heraus. Trainieren Sie sich nicht nur “Ja” zu sagen. Wägen Sie Ihre Entscheidungen gut aber, aber seien Sie trotzdem schnell. In heutigen Unternehmen dauern die Entscheidungsprozesse viel zu lange.
- Geben Sie auch Ihren Mitarbeitern eine höhere Verantwortung und eine vorher definierte Entscheidungsgewalt.
- …
- Schreiben Sie mir und definieren Sie weiter.
Ein Unternehmer ist also nicht gleich ein Entrepreneur. Ebenso wenig ist ein Selbständiger gleich ein Entrepreneur. Sie unterscheiden sich meist nur dadurch, dass Sie selbst irgendwo zwischen dem Unternehmen und der eigenen Idee fest hängen. Stellen Sie sich auf die Seite des Ideenkonzepts und delegieren Sie.
Eine neue Definition könnte also wie folgt aussehen:
Ein Entrepreneur ist eine natürliche Person, die eine Unternehmung plant, ein Ideenkonzept entwickelt und mit bereits vorhandenen Komponenten gründet. Er ist Besitzer des Unternehmens und entwickelt es stetig weiter. Er delegiert Aufgaben und Prozesse an andere Personen und Unternehmern.
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Hallo Flo,
sehr interessantes Blog was du hier hast. Auch bei wird mit den Themen hier ein Nerv getroffen.
In einer Sache würde ich dir jedoch widersprechen:
Punkt 4 “Sie bauen Ihr Unternehmen nicht auf um es später zu verkaufen.” ist meiner Meinung nach kein notwendiges Kriterium für einen Entrepreneur. Sonst wären ja alle Seriengründer bzw. “Serial Entrepreneurs” keine Entrepreneure, was sie ja quasi per definitionem sind. Und auch Tim Ferriss hat sein Unternehmen ja verkauft…
Ich persönlich finde es beispielsweise gerade erstrebenswert, in einer Sitation zu sein, sein Unternehmen verkaufen zu KÖNNEN (sofern man es denn möchte) und dieses Szenario von vorneherein zu berücksichtigen und darauf hinzuarbeiten.
Ein sehr interessantes Buch zu dem Thema ist auch “Built To Sell” von John Warrillow.
Gruß
Phil
Servus Phil und danke für deinen Kommentar. Hoffe Du bleibst weiterhin bei mir auf dem Blog und bringst deine Ideen mit ein

Du hast recht. Es ist schonmal richtig zu wissen, dass man sein Business einfach verkaufen könnte, wenn man will. Als ich den Artikel geschrieben habe, hat auch Tim Ferriss sein Unternehmen noch nicht verkauft. Ich denke, es hängt auch eng damit zusammen, was man persönlich erreichen will (wie Simone hier in den Kommentaren geschrieben hat)
Bis dann
Flo
Hi Flo,
in Bezug auf Deine gewünschte Verknüpfung mit “Freiheit, Spaß und der Freude am Leben” würde ich die neue Definition um folgenden Satz ergänzen: “Er bezieht auch persönliche Lebensziele mit ein.”
LG Simone
Hallo Simone und danke für deinen Kommentar. Du hast recht. Eine Ergänzung um diesen Punkt wäre nicht falsch