Selbständig (und Entrepreneur) während eines Vollzeit-Jobs

Uhh… Selbständig ist ein böses Wort. Wenn man zu jemanden sagt, dass man selbständig ist, bekommt man irgendwie immer böse Blicke zugeworfen. Entweder denkt sich das Gegenüber dann “Der Arbeitet selbst und ständig” oder aber “der hat Geld wie Sterne am Himmel sind”. Wie dem auch sei…

Maren Kate von Escaping the 9 to 5 (was auf Deutsch so viel heißt wie: Raus aus der Tretmühle) ist meine persönliche “Outsourcing-Queen” :-) . Ich verfolge nicht immer den Blog, aber wenn ich drauf schaue, hat sie uns wieder interessante Dinge zu erzählen. Dieses mal hat sie für uns Ruben Gomez ausfindig gemacht. Dieser Kerl macht es vor: Selbständigkeit während eines Vollzeitjobs. Wie geht das?

Vollzeit arbeiten

Ruben Gomez hat BidSketch.com mehr oder weniger “erfunden”. Er bietet eine Software, die es Designern erlaubt, tolle Angebote (und Rechnungen) zu schreiben. Er ist seit 10 Jahren ein Webdeveloper und wollte sich selbst beweisen, weil er nicht wusste, ob er das schaffen kann: also quasi, ob er überhaupt das Knowhow hat, so eine Plattform für sich selbst aufzusetzen. Immerhin hatte er 10 Jahre Erfahrung mitgebracht, aber hatte auch sehen müssen, wie manche Plattformen den Bach hinunter gehen mussten. Er arbeitete immer von zu Hause am Abend oder am Wochenende an dieser Website. Das ist schon irgendwie genial, denn ich bin auch in dieser Situation.

Man hört ja immer wieder, dass viele Leute an irgend etwas arbeiten und dann entweder extrem erfolgreich sind oder eben nicht. Die meisten programmieren eine Website und stellen sie nie online, weil sie glauben, sie wäre nicht gut genug. Aber Google zeigte uns immer öfter, dass eine Software nicht perfekt sein muss. Sie kann ruhig in der Beta-Phase sein. Das Feedback kommt ohnehin später von den Usern.

Outsourcing

Ruben erzählt in dem Interview auch davon, dass er sich für eine Programmiersprache entschieden hat, die viele Leute da draußen verstehen. Warum? Weil er nicht jeden Tag da sein konnte, wegen seiner Arbeit. Also hat er einfach die Programmierarbeiten outgesourced. Das heißt auch: dass seine Firma oder sein Projekt weiter gewachsen ist, obwohl Ruben rein physisch gesehen gar nicht “da war”.

Im Moment ist Ruben total interessiert an Marketing. Das hat er für sich selbst entdeckt, als er sich “Selbständig” gemacht hat. Aber er sagt auch: man muss Dinge, die nicht viel kosten, die aber extrem viel Zeit verschlingen würden, outsourcen. Zum Beispiel baut er sich keine eigene Facebook-Fanpage, weil er gar nicht weiß, wie das geht. Wenn er sich das erst in 5 Stunden mühsam erlernen müsste, hätte er hunderte von Euros verloren. Der Grund: sein Stundenlohn ist viel viel mehr wert als das Aufsetzen einer Facebook-Fanpage, die viel Zeit verschlingt. Er wählt jemanden dafür aus, der das für ihn erledigt. Professionell natürlich. So, dass wiederum eine Win-Win-Situation entsteht.

Im Interview erzählte Ruben, dass er 900 Accounts angemeldet habe. Das heißt: bei dem derzeitigen 9 $ (des Basic-Accounts) wären das 9000 $ pro Monat. Huiuiui…..

Raus aus der Tretmühle

Was hat Ruben noch zu sagen? Zwei Tipps, um der Tretmühle zu entfliehen:

  1. Outsourcing. Alles outsourcen, was geht. Man muss nicht alles selbst machen.
  2. Get things done. Das heißt: wenn man etwas angefangen hat, sollte man das auch beenden. Das heißt auch: die Website, die man gebaut hat, so schnell wie möglich online zu stellen. Der Rest kommt später.

Last, but not least das schönste Zitat, das ich seit langem gehört habe: “Die einzige Person, die mich bezahlt, bin ich selbst!” :-)

Wie immer: Vielen Dank für das Lesen dieses Artikels! Wenn er Dir gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn Du den Artikel mithilfe der Buttons am linken Rand im Sozialen Netz Deiner Wahl teilen würdest. Und nimm dir die Freiheit, mich bei Google Plus hinzuzufügen.




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