Neuausrichtung des Blogs

Ich denke schon länger über eine Neuausrichtung meines Blogs nach. Aber was schreibt man denn am besten rein? Was könnte die Leute interessieren, was kein blabla ist und was ihnen was bringt? Natürlich sollte es auch etwas sein, was mich interessiert, immerhin sollte ich darüber schreiben und meine Gedanken veröffentlichen.

Die lieben Bücher…

In letzter Zeit las ich sehr viele Bücher, unter anderem Was würde Google tun? von Jeff Jarvis. Jeff betreibt übrigens einen genial Blog (er referenziert sich immer wieder selbst in seinem Buch darauf), deshalb kann ich ihn natürlich auch ohne Besorgnis weiterempfehlen. Ein weiteres Buch war Website Boosting von Mario Fischer, seines Zeichens Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH Würzburg. Mario’s Blog zum Buch ist sehr unterhaltsam und bringt dementsprechend nicht immer so viel für die eigene Website als das Buch es tut. Einträge mit Titeln wie “Onanieren für Profis” sind doch immer sehr angenehm zu lesen :-)

Nur schmarrn geschrieben?

Zurück zum eigenen Thema: Was soll man also schreiben? Wo liegen also meine Interessen? Vielleicht untersuche ich mal meine eigenes Blogverhalten? Ja, das wäre eventuell gar nichtmal so schlecht: also dann..

Meine ersten Beiträge schrieb ich, als ich mir im Jahr 2003 ein Apple MacBook Pro kaufte. Ich war natürlich hin und weg, wie jeder fanatische Fan von Apple (obwohl ich damals ja eigentl. noch keiner war sondern mir das ganze einfach mal “ansehen” wollte). Von Web 2.0 oder gar SEO hatte ich damals noch keine Ahnung, dementsprechend schlecht traf ich die Wahl meiner Titel. Was darauf folgte? Naja… die Besucher blieben aus. Ganz klar.

Schlecht ist darüber hinaus natürlich, dass ich nicht regelmäßig schreibe. Leute von heute wollen immer auf dem laufenden bleiben, immer was neues lesen. Das gab’s bei mir natürlich auch nicht. Eventuell hab ich ja auch nur schlechte Beiträge geschrieben, die ohnehin niemanden interessieren?! Als zweite Frage tut sich also auf: wer ist denn überhaupt meine Zielgruppe?

Darauf folgt unmittelbar die nächste Frage: was soll ich schreiben um eine Zielgruppe anzusprechen? Im Buch “Was würde Google tun” habe ich gelesen, dass es besser ist, Nischenplätze zu besetzen als global über alles und jeden zu schreiben (und genau das tat ich ja in der Vergangenheit). Ich glaube, mein Problem ist, dass ich mich auch für alles faszinieren kann. Ich schrieb also über Macs, über Server, über YouTube-Videos, über mein Auto, sogar über Energiesparen oder bloggen an sich. Auch über das iPhone, über Linux, Solaranlagen, Gesichtserkennung und über die Versicherungspflicht bei Studenten hab ich mich schon ausgelassen. Stolze 76 Beiträge habe ich seit dem Start (im Jahr 2007) geschrieben. Nicht sehr viel, wenn man in Nischen denkt (oder gar nix eigentlich!), aber sehr viel, wenn man nur scheiße schreibt :-)

Jetzt gerade frage ich mich: würde ich denn meinen eigenen Blog lesen? Ich glaube, die Antwort würde sehr negativ ausfallen. Irgendwie traurig, aber an sich die Wahrheit.

Die Wahrheit….

So. Das war jetzt erstmal die schlechte Nachricht. Aber jetzt kommt das Gute: man wäre ja kein Mensch, wenn man nicht aus Fehlern lernen würde. Ab jetzt will ich mich also auf ein einziges Thema konzentrieren und regelmäßig posten. Ich möchte Gedanken tauschen und Meinungen einholen. So ist das Web 2.0 doch aufgebaut? Durch Feedback kann man besser werden, nur so geht’s.

Meine erste Einschätzung bis jetzt:

  1. Ich schrieb in der Vergangenheit nur Schrott. Ich will mich auf ein einziges Thema beschränken. Am besten eine Nische. Was soll das sein?
  2. Ich schrieb in der Vergangenheit zu wenig und zu selten. Ich nehme mir also vor, regelmäßig zu schreiben.

Das ist aber echt schwammig definiert. Das ist fast so, wie viele immer sagen: “Ich möchte reich werden!”. Aber was ist reich? Man muss das vorher schon sauber definieren. Ich glaube zum Beispiel: wenn man mal eine Million Euro auf dem Konto hat, dann kann man sich “reich” nennen. Aber, was noch viel wichtiger ist: man braucht auch Zeit und natürlich Gesundheit, um von dem Geld überhaupt was zu haben. Aber zurück zum Thema…

… ich muss also quasi genau definieren, was ich will. Vorerst muss ich aber noch herausfinden, über was ich gerne schreiben möchte. Aus der Analyse von oben hab ich rausbekommen, dass ich über alles und jeden schreiben könnte, aber nicht wirklich bei irgendwas in die Tiefe gehe. Das soll natürlich nicht mehr passieren. Da ich in letzter Zeit sehr viel über Zeitmanagement, wie man selbstständig wird und et cetera gelesen habe, nehme ich das. Warum? Ich habe heraus gefunden, dass es mir sehr viel Spaß macht, wenn ich am Stammtisch jemanden erzählen kann, über was ich gerade so vor mich hinphilosophiere. Meine Freundin sagt sogar, dass meine Augen dann sogar funkeln… pff… naja. Kurzum: das Thema macht Spaß, weckt mein Interesse und ich bin mit Leib und Seele dabei. Also warum nicht? Vor allem aber: warum nicht mit den Leuten da draußen teilen? Eine Plattform zum Austausch bieten?

Die Erkenntniss…

Also noch einmal:

  1. Ich konzentriere mich jetzt auf das Nischenthema: Ein Entrepreneur werden – Mehr Zeit und mehr Spaß im Leben!
  2. Ich schreibe alle zwei Tage mindestens einen Blogeintrag. Also drei bis vier Beiträge in der Woche.

Im einzelnen geht es mir aber um folgende Punkte:

Das klingt doch schonmal viel besser aber auch vielversprechender. Cool. Als0auf in den Kampf!


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