Kreativität 2.0 – Stories von Hidden Champions
http://hangout-lifestyle.de/kreativitaet-2-0/ Gepostet von Flo in Hidden Champions, Kreativität, Selbstständig 2.0, Ziele definieren | 4 Kommentare

Kreativität

Kreativität
Nachdenken und Kreativ sein
Ich habe viele Kommentare über das 4-Stunden-Buch von Tim Ferriss gelesen. Viele Menschen finden es schlecht, weil Tim nur beschreibt, wie man mit seinem Leben umgehen kann (und vor allem, wie man weniger arbeitet) wenn man schon eine gut laufende Firma hat (er hatte diese ja zu diesem Zeitpunkt schon). Er beschrieb aber nicht, wie man denn eine 1-Million-Euro-Firma aufbaut (mehr oder weniger).
Tim Ferriss verkaufte etwas ganz einfaches: Nahrungsergänzungsmittel. Ein guter Freund von mir, Joachim C., sagte schon einmal zu mir – und ich erinnere mich immer wieder gerne daran: “Man kann sich gar nicht vorstellen, wie groß die Märkte eigentlich wirklich sind!” Tim stellte sein Mittelchen nicht einmal selbst her! Er verkaufte es “nur”. Und zwar online.
Ich weiß, was Sie jetzt denken:
- Tim hatte einfach Glück.
- Es zwar Zufall.
- Man muss zuerst einen Geistesblitz haben, bevor man so reich werden kann.
- Man braucht viel Startkapital um jemals so zu werden wie Bill Gates zum Beispiel.
- All die anderen haben immer das Glück… aber ich nicht.
- …
Wir werden sehen…
Beispiel IKEA
Ein weiteres Beispiel: jeder Mensch kennt Ingvar Kamprad. Nein? Dann sehen Sie nach! Das Internet eröffnet ihnen kostenlos alles Wissen der Menschheit. Ich habe den Namen extra für Sie verlinkt. Sie brauche nur zu klicken ![]()
Für Klickfaule: Ingvar Kamprad ist Gründer von IKEA (ahh, jetzt hat’s doch noch klick gemacht). Ingvar ist aufgewachsen als Sohn einer Bauernfamilie. Im Alter von 17 Jahren handelte er mit Streichölzern und Kugelschreibern. Jetzt ist er einer der reichsten Menschen der Welt. Bestimmt Zufall, denken Sie? Glauben Sie wirklich, dass solchen Menschen so etwas in den Schoß gefallen ist?
Ingvar hatte nur eine simple Idee, genau wie Tim Ferriss. Er dachte nach! Und war gleichzeitig kreativ. Er dachte sich: warum sind Möbel eigentlich so teuer? Er recherchierte und fand heraus: die Arbeitskosten derer, die die Möbel zusammenbauen sind immens. Wenn man das einsparen könnte… das wär super.
Nochmal zur Wiederholung: Ingvar entstammt einer Bauernfamilie und hat keinen Beruf gelernt (insbesondere aber ist er kein Handwerker!). Er gab sogar öffentlich bekannt, dass er eine Lese- und Schreibschwäche hat. Wie kann also jemand, der von Möbeln überhaupt keine Ahnung hat, zu einem der reichsten Menschen der Welt werden? Immer noch Zufall?
Ich sage ihnen: es stimmt nicht, dass er keine Ahnung hatte. Im Gegenteil: er hat ja recherchiert. Er wusste, wo er sein Material her bekommt, wer die Fertigung übernimmt, wer seine Rechnungen schreibt, wer seine Steuererklärung für ihn erledigt und und und. Es ist wie in der Schule: merken kann man sich sowie nie wirklich etwas richtig. Man vergisst sehr vieles. Die Hauptsache ist, man weiß wo man nachsehen kann.
Kamprad wusste, wie er es handhaben musste. Der Massen-Kauf-Effekt kam dann ganz von alleine. Seine Produkte waren immerhin günstig. Und sie waren qualitativ gut! Und das sind sie jetzt immer noch (nur die Anleitungen sind es vielleicht nicht). Die Produkte von Ikea sind schlecht, sagen Sie? Das stimmt nicht. Wie erklären Sie sich dann, dass er immer noch (im letzten Jahr waren es über 3,34) Milliarden Euro Umsatz macht? Immer noch Zufall, oder?
Fassen wir zusammen: Ingvar dachte nach. Er erkannte, dass das Produkt nur teuer war, weil die Arbeitskraft teuer war. Er sparte diese ein. Voilá! Hier haben Sie Ihre Geschäftsidee!
Beispiel myMüsli
Sie kennen sie bestimmt: die drei Jungs! Nicht? Googeln sie ein wenig! ![]()
Für ganz Ungoogelige: Hubertus, Philip und Max sind Gründer von MyMüsli. Über diese Website können Sie sich ihr ganz eigenes Müsli zusammen stellen. Genau wie Sie es wollen. Probieren Sie es aus!
Die drei Jungs hatten ebenso wie Tim und genauso wie Ingvar einfach eine gute Idee: sie personalisierten das Müsli im Internet. Das ist so einfach, da hätten Sie sogar selbst drauf kommen können, oder? Das schönste an solchen Dingen ist ja immer: vorweg glaubt niemand, dass das klappen wird! Aber im Nachhinein sind wir alle schlauer. Wie Joachim schon sagte: man glaubt gar nicht, wie groß die Märkte sind!
Müsli über’s Internet bestellen, Möbel, Nahrungsergänzungsmittel: das alles gab es auch vorher schon. Was sagt uns das? Man muss nichts Neues erfinden um erfolgreich zu sein. Ganz im Gegenteil: die Menschheit hat doch schon alles, was es braucht (ahhh, okay: außer natürlich ein iPhone).
All die großen Erfindungen sollen doch diejenigen machen, die das Geld dazu haben. Warum glauben Sie investiert das Fraunhofer-Institut Millionen in die Entwicklung neuer Displaytechniken, Nanoklebstoffen und so weiter? Sie könnten das sicherlich auch, davon bin ich überzeugt. Aber für Hightech-Erfindungen braucht man eben, wie der Name schon sagt, “high” (also sehr viel) Geld.
Was man heutzutage machen kann: Verbinden Sie scheinbar sinnloses und machen Sie es sinnvoll! Dazu müssen Sie nichts Neues erfinden. Schauen Sie sich um, denken Sie nach, lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Lesen Sie hier, wie das funktioniert. [Weiter bei Kreativtechniken]
An sich selbst glauben
Absolut jeder kann kreativ sein. Entrepreneurship ist das Wort, welches Sie nicht mehr loslassen sollte. Sie können sehr viel erreichen. Auch wenn sie “nur” zuhause arbeiten.
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Hey Flo,
prüf nochmal die Umsatzzahl von Ikea. 20 Mio dürten eher die Portokosten des Katalogversandes ausmachen. Für den Umsatz fehlen min. zwei Nullen.
Gruss
DUKE
Hey Duke, danke für Tipp. Ich habs korrigiert. Es waren tatsächlich 3,34 Milliarden Euro…. sehr krass.
Finde deinen Blog sehr gelungen. in dem Artikel beschreibst du jedoch auch nur erfolgstorys wie mymuesli und co. Ich kenne so viele gründer die auf die nasengefallen sind, weil einfach nicht alle ideen gut sind und nicht jeder markt noch kapatzitäten hat. Sicher soll dein Blog motivieren, aber man sollte über seine Idee mehr als zwei mal nachgedacht haben.
Servus Judlo und danke für deinen Kommentar. Das Problem ist sicherlich dass man solche Leute schwer findet. D.h. Leute die es versucht haben, die hingefallen aber dennoch wieder aufgestanden sind. Ich glaube zwar dass es jedem Unternehmer so ergangen hat, aber die meisten erzählen solche Stories leider nicht. Ich habe z.B. mal Chris Ducker interviewt. Er hat einiges dazu gesagt. Oder aber auch CodyMcKibben. Er hatte mehr als ein Jahr schlechte Erfahrungen bevor es wieder bergauf ging. Einfach mal ansehen und sich inspirieren lassen