Geschäftsideen, die die Umwelt retten

LuMaxArt Picking Your Brains von Flickr-User: LuMaxArt

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“Die Pyramiden in Ägypten, Angkor Wat in Kambodscha und der Palast von Knossos auf Kreta sind nur ein paar Beispiele für jahrzehntelange Anstrengungen einer Gesellschaft in der Vergangenheit.”

So beginnt eine Stelle im Buch “Wir haben die Wahl” von Al Gore, was ich gerade gelesen habe und was ich sehr empfehlen kann. Im Buch selbst geht es eher darum, wie man die Umwelt retten kann. Jeder Einzelne ist darin aufgefordert, etwas zu tun und Al Gore beschreibt auch, WAS man tun kann. Das gilt natürlich auch für Unternehmen. Ich gebe zu: das Buch liest sich teilweise sehr schwierig, weil man auf jeder Seite mit hunderten von Informationen fast erschlagen wird. Dennoch: das ist Antrieb genug, einen Denkanstoß zu geben.

Der Entrepreneur

Was aber hat das Entrepreneur-Dasein mit Klimaschutz oder der Umwelt zu tun? Naja. Al Gore schreibt nicht nur sehr viel, sondern er zeigt auf, was man tun kann, um innovativ zu sein und trotzdem die Umwelt zu schützen. Oder besser gesagt: er zeigt Ideen auf, die nicht nur umweltschonend, sondern auch sehr leicht herzustellen sind oder leicht als Dienstleistungen angeboten werden können. Und: das muss nicht einmal viel kosten.

Wie dem auch sei. Das oben genannte Zitat geht eher auf eine Forschungsgrundlage zurück. Und hier wären wir auch schon wieder beim Entrepreneur. Ich hab mich oft schon gefragt, wie die Menschen im alten Ägypten es aushielten, über sehr lange Zeit (teilweise mehrere Jahrzehnte) an einer Pyramide zu bauen, deren Steine teilweise mehr als 2,5 Tonnen wogen! Al Gore vergleicht das mit unserer Zeit: warum gelingt es den Menschen heute nicht richtig, die Umwelt zu schützen? Pyramiden konnten sie ja immerhin auch bauen.

Das eigene Hirn verstehen lernen

Wissenschaftler erklären das Verhalten: Demnach trifft das menschliche Gehirn nur dann Entscheidungen, die eine langfristige Verhaltensänderung bewirken, wenn man vorher lange darüber nachgedacht hat (Das ist übrigens auch die Erkenntnis von Günter Faltin in seinem Buch Kopf schlägt Kapital). Das heißt: solche Entscheidungen wie z.B. das Rauchen aufzuhören, brauchen eben Zeit. Das Tolle, was uns von Tieren unterscheidet ist, dass wir uns Vorstellungen von einem späteren Zeitpunkt machen können. Deswegen gibt es auch solche Eigenschaften wie “sich sorgen machen”.

Das bedeutet wiederum: wenn man glaubt, dass man in einem Jahr Pleite sein wird, macht man sich ständig sorgen und “sorgt” somit wirklich für das Eintreffen des Zustands. Natürlich unterbewusst (Das ist im übrigen die Erkenntnis des Buchs The Secret). Der Teil im Gehirn, der dies bewirkt, nennt sich übrigens “präfrontaler Cortex“.  Die Wissenschaftler sind sich darüber einig, dieser Teil des Gehirns beim Menschen größer ist als bei anderen Lebewesen. Allerdings gibt es auch Eigenschaften, die Menschen mit Tieren gemeinsam haben. Darunter fällt auch die Eigenschaft, Bedürfnisse schnell zu befriedigen. Das merke ich auch von mir: wenn ich heute eine gute Idee habe, möchte ich sie am besten schon gestern umgesetzt haben und heute damit erfolgreich sein.

Das Hirn einschalten

Im großen und ganzen kann man sagen, dass viele Menschen ihren “präfentalen Cortex” gar nicht nutzen oder nur in negativer Weise. Man muss sich – rein wissenschaftlich betrachtet – erst einmal klar sein:

  • große Ziele kann man nicht von heute auf morgen erreichen
  • man muss Entscheidungen treffen, die die Zukunft beeinflussen
  • man muss an diesen Zielen festhalten

Al Gore schreibt deswegen auch: “Wen solche Entscheidungen erst einmal getroffen sind, ist damit der Wille zu einer anhaltenden Verhaltensänderung verbunden. Sie ermöglichen daher eine enorme Flexibilität bei der Umsetzung der gesteckten Ziele“.

Aber: ganz so leicht ist es natürlich auch nicht. Denn es gibt da noch den “dersolateralen präfrontalen Cortex”. Der sorgt blöderweise nämlich dafür, dass man unter Stress oder in Zeiten großer Belastung gar nichts erreichen kann. Er koordiniert nämlich, Erinnertes aus dem Gedächtnis aufzurufen um uns “auf Kurs” zu halten. Das heißt: man muss neben der Arbeit auch für regelmäßiges Relaxing sorgen, was übrigens die Erkenntnis von Tim Ferriss’ Buch ist).


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