“Geh in die Schule und schreib gute Noten” – Warum Schüler nicht das lernen, was sie lernen sollten! 4

“Geh in die Schule und schreib gute Noten” – Warum Schüler nicht das lernen, was sie lernen sollten!

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Abschluss in der Tasche. Foto: Flickr-User: Morning theft

Abschluss in der Tasche. Foto: Flickr-User: Morning theft

Früher (und heute zum Teil auch noch) wird für ein Kind, hinter dessen Rücken, bestimmt, was es denn mal werden soll. Hatte es gute Noten in der Schule, wechselte es auf die Realschule, dann auf’s Gymnasium um schließlich das Studium zum Arzt zu absolvieren. Damals war Arzt ein sehr angesehener Beruf. Er strahlte Ansehen und Ruhm aus. Auch des Geldes wegen wollte man natürlich Arzt werden. Die Zeiten sind wohl vorbei. Immer wieder hört und sieht man in den Medien, wie “schlecht” dieser Berufsgruppe doch geht. Der Staat übernimmt immer mehr Funktionen des Arztes und bestimmt sogar, welche Medikamente für uns gut sind.

Wenn Sie jetzt 20 oder 30 Jahre alt sind wollten Sie es sicherlich auch schon: Basketball- oder Fußballstar, Rockstar, Filmstar, und so weiter. Das waren und sind die Berufe, die wir wollten in den jungen Jahren. Warum ist das so?

Erziehung und gute Noten

Von unseren Eltern bekommen wir gesagt, wir sollen fleißig in die Schule gehen, sollen sehr gute Note schreiben um dann solche Berufe, wie den Arzt, zu erlernen. Dabei sehen wir, dass das eigentlich keinen Spaß macht, dass man dabei nichts verdienen kann und und und. Wir haben gesehen, dass z.B. Rockstar zu sein, nicht wirklich etwas mit guten Noten zu tun hat. Auch wenn man sein Studium schmeißt, heißt das nicht, dass jetzt unter der Brücke schlafen müssen, oder? Nicht wenige, sind auch durch einen geringeren Schulabschluß reich geworden. (Das heißt nicht, dass jeder jetzt sein Studium schmeißen soll – man muss unterscheiden zwischen nützlichen und unnützem Wissen – sehr wichtig!)

Unsere Kinder sehen, dass gute Noten und schulischer Erfolg nicht zwangsläufig auch zu beruflichem Erfolg führen. Gute Noten sind also nicht (mehr) ausschlaggebend. Old school quasi.

Unsere Jugendlichen lernen in der Schule nicht, wie man mit Finanzen umgeht und wie, aber auch wohin Geld fließt. Es ist keine Seltenheit, dass Menschen, die heute schulisch und später beruflich sehr erfolgreich sind, keine Ahnung haben, wie man mit Geld umgeht.

Paypal Gründer fordert Studenten auf, vom Studium zurückzutreten

Warum glauben Sie hat Peter Thiel (Gründer von Paypal) dazu aufgerufen, dass 24 Studenten sofort Ihr Studium hinschmeißen sollen? Lesen Sie es in der Wirtschaftswoche selber nach. Er sagt, dass die Studenten heute nicht mehr das lernen, was sie wirklich brauchen. Ich war selbst Student und bin jetzt Dipl. Ing. (FH) für Medientechnik. Ich kann das bestätigen. Und Sie können das selbst auch, aber Sie wollen es nicht anerkennen, stimmts?

Aber warum ist das so? Warum lernen wir immer noch das, was eigentlich falsch ist? Unser Bildungssystem hängt um 50 Jahre hinterher. Haben Sie nicht auch mal Ihren Lehrer in der Schule gefragt, wie das gerade gelernte Anwendung findet? Er konnte Ihnen keine richtige Antwort geben? Warum nehmen Sie das dann so hin? Kinder, die das System hinterfragen, werden hingehalten. Diese vorgeschriebenen Vorgehensweisen unterbinden die Kreativität. Warum glauben Sie, sind unsere jugendliche heute so “unkreativ”? Weil Sie’s in der Schule nicht gelernt haben. Weil Sie nicht durften.

Nach der Schule weiß man oft nicht weiter

Ich habe es schon mal geschrieben und wiederhole es noch einmal. Viele Menschen sind Gefangene der Tretmühle. Das liegt nicht an der Motivation!

Viele junge Paare (wozu auch ich mich zähle) wohnen zusammen in einer kleinen Mietwohnung. Man glaubt, man sei klug, weil man sich den Preis, den eigentlich nur eine Person zahlen muss, teilen kann. Aber dann geht’s bergauf. Die Wohnung wird schnell zu klein. Eine neue, logischerweise teurere Wohnung – oder sogar ein Haus – muss her. Dazu noch ein wenig Einrichtung und ein schickes Auto, welches das neue zu Hause auch repräsentieren soll. Eigentlich ist es schlimm, jeder zweite Jugendliche ist bereits verschuldet. Als Teenager hat man nicht genügend Geld, um die Zinsen zu bezahlen. Man startet mit Schulden ins Leben und wird selbige vielleicht 30 Jahre lang nicht mehr los.

Aber auch wenn’s schlimm ist: man kann immer positiv denken und etwas unternehmen. An jedem einzelnen liegt’s schließlich. Wissen ist Macht kriegt man überall zu hören, aber keiner setzt es um. Lesen Sie abends lieber ein Buch über Finanzen anstatt sich die nächste Soup im TV anzusehen. Das bringt Ihnen mehr, als Ihnen wahrscheinlich lieb ist. Es geht um Sie, um Ihren Erfolg und um Ihr Geld. Denken Sie nach!

Nach der Schule beginnt die Ausbildung. Seien Sie froh. Wissen ist Macht. Aber werden Sie kein Gefangener der Tretmühle. Robert T. Kiyosaki schrieb in seinem Buch: “Wenn man etwas lernt, wird man schnell zu dem, was man gelernt hat”. Wenn Sie etwas über Strom lernen heißt das nicht, dass Sie 60 Jahre lange Elektriker sein müssen.

Als Angestellter bekommt sowieso nur zu hören:

  • “Spar dein Geld”
  • “Mehr Arbeiten bringt mehr Geld – also arbeite mehr!”
  • “Ich muss unbedingt befördert werden”
  • “Ich werde Politiker”…. :-)

Sie schwimmen mit der Masse, tun was alle tun. Hinterfragen Sie die Dinge. Gehen Sie nicht unvorbereitet in ein Gespräch mit den Finanzberater. Er will Sie um’s Ohr hauen. Denken Sie daran: auch er tut seinen Job, versucht immer mehr Geld zu verdienen um sich immer tollere Sachen kaufen zu können. So tun Sie es ja auch!

Wenn Ihr Geldlauf so aussieht:

dann lernen Sie im nächsten Schritt, wie man mit Geld umgeht!



Kommentare

  1. Mr-spooner

    Toll, den Inhalt von “Rich Dad, Poor Dad” mal wieder nachgeplappert. Und das auch noch auf so vielen Seiten – wirklich bemerkenswert. Kleiner Tipp: Selber denken, anstatt das Gelesene ständig zu wiederholen und die Ansichten verschiedener Autoren zu vermischen. Aber das ist sicherlich die größere Herausforderung.

    Gepostet am 22. September 2010
    • Florian Simeth

      Servus Mr-Spooner,
      das ist sicherlich das schwierige daran. Es begleitet mich auf meinen Weg… je mehr man liest, desto besser geht man in die richtige Richtung. Natürlich in die Richtung, die man für sich selbst am besten hält und desto mehr kann man den Inhalt mit anderen Erkenntnissen vermischen.

      23. September 2010

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