Ein Haus ist kein Vermögenswert – Warum Sie in Ihr Wissen investieren sollten!

Bild: Lincolnian (Brian) (family illness - back soon)

Bild: Lincolnian (Brian)

Heute lernen Sie etwas über Geld. Besitzen Sie ein Haus? Wenn nein, stellen Sie sich vor, sie besäßen eines.

Stellen Sie sich vor, Sie haben mit 20 Jahren einen Bausparer abgeschlossen, weil Ihnen dieser damals aufs Herz gelegt worden ist. “Man muss für später vorsorgen” heißt es aus den Banken nur. Sie arbeiten hart, zwingen sich jeden Tag früh aufzustehen. Mit etwas Glück waren Sie nie arbeitslos. Mit wenigen Zinsen erhalten Sie 20 Jahre später das Geld ausbezahlt. Obendrauf gibt es noch sehr viel Geld als günstiges “Baugeld” hinzu. D.h. Sie würden Schulden machen, wenn Sie das Geld nehmen würden. Sie tun es trotzdem, denn das 20 Jahre lang angesparte Geld genügt noch lange nicht für den Hausbau.

Wieder hart arbeiten, nebenbei Haus bauen, Eigenbeteiligungen, etc. dazu die Schulden aus dem Baugeld. Sie sind froh, dass es endlich fertig ist, das Haus. Ihre eigenen vier Wände. Und Sie bezahlen weiterhin Ihre Schulden ab….

Auf welche Seite im folgenden Bild würden Sie Ihr Haus stellen?
Kennen Sie sich in BWL aus? Nein? Dann machen Sie jetzt nicht den Fehler, nicht weiter zu lesen. Denn das dürfte der schlimmste Fehler Ihres Lebens werden. Packen Sie die Gelegenheit beim Schopfe und prüfen Sie jedes Angebot, denn das könnte das Geschäft Ihres Lebens werden (Henry Ford). Haben Sie keine Angst, sondern angespornt. Sie können etwas neues lernen, das ist toll! Und noch dazu kostenlos.

Tipp: Wenn Sie keine Ahnung von Betriebswirtschaft haben, haben Sie keine Ahnung von Finanzen. Wenn Sie nicht wissen, was Einnahmen, Ausgaben, Verbindlichkeiten und Vermögenswerte sind werden nie zu Geld kommen. Kaufen Sie sich ein Buch, besuchen Sie einen Kurs über genau dieses Thema. Lernen Sie Zahlen und Bilanzen, etc.) zu lesen. Wissen ist bekanntlich macht. Wenn Sie wissen, woher Sie dieses Wissen bekommen haben Sie die Hälfte schon geschafft.

Vermögenswerte richtig einordnen lernen

Auf welche Seite also haben Sie Ihr Haus gelegt ohne vielleicht sogar zu wissen, was ein Vermögenswert und was eine Verbindlichkeit darstellt? Merken Sie sich dieses Ergebnis, denn jetzt wird’s interessant.
Verbindlichkeiten sind – in erster Linie – erst einmal Schulden. Mehr braucht man gar nicht wissen. Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, haben Sie Schulden gegenüber einer Bank (zum Beispiel). Für diesen Kredit zahlen Sie Zinsen, was sich wieder negativ auf Ihr Konto auswirkt.

Vermögen ist das, was Sie besitzen. Aber Vermögenswerte sind Dinge, die zu Ihrem Besitz zählen und Gewinn abwerfen. Das heißt: ein Haus wirft kein Gewinn ab. Im Gegenteil: es verschluckt Geld, weil Sie unter umständen sehr viel investieren (neue Fenster, neue Türen, etc.). Es sei denn, Sie vermieten dieses Haus, dann steht es auf der Seite der Vermögenswerte, da es Gewinn abwirft.
Kapiert? Sie müssen die Dinge so sehen, was Sie wirklich sind. Auch wenn Sie viel Herzblut in ein Haus investiert haben, es ist – vorerst – kein Vermögenswert.

Dieses Beispiel kommt aus dem Buch Rich Dad, Poor Dad. Kaufen Sie das Buch! Eine Investition, die sich bezahlt macht. Dort lernen Sie auch, warum Reiche immer reicher werden und Arme immer ärmer.
Sie kaufen sich ja auch einen Fernseher oder einen DVD-Player. Warum investieren Sie nicht in Ihr Wissen? Sie lassen Sich von Finanzberatern beraten aber wissen nicht, was Sie wollen. Wie soll ein Finanzberater Ihnen dann weiterhelfen? Ich sage nicht, das Finanzberater schlecht sind. Aber auch diese Leute machen ihren Job und müssen ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie kennen bestimmte eine Person, die schon einmal von solchen Leuten ausgetrickst wurden. Warum ist das passiert? Weil der Beratende keine Ahnung hatte, was der Finanzexperte andrehte. Gehen Sie nie unvorbereitet in ein Gespräch. Vor allem in ein solches, was Ihre persönliche Zukunft betrifft.

Lernen Sie zu investieren!

Ich kann Ihnen keine Tipps geben, wie das funktioniert und was Sie kaufen sollen. Das ist jedem selbst überlassen und hat letztendlich auch mit Ihrem Geschmack zu tun. Wenn Sie gerne in Immobilien investieren, dann tun Sie das. Wenn Sie kein Interesse an Immobilien haben, dann lassen Sie’s lieber sein. Es bringt nichts, wenn Sie etwas machen, was Sie nicht interessiert. Aber denken Sie immer daran: wollen Sie Ihre eigene (finanzielle) Zukunft dem Zufall überlassen?

Vielleicht gewinnen Sie ja doch im Lotto… :-)


2 Kommentare

  1. Lieber Florian,

    vor ca. einer Minute habe ich das Buch “Rich Dad, Poor Dad” beendet ;) Ich fand es sehr aufschlussreich und inspirierend. Obwohl ich mir als Ökonomin der Unterschiede zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten durchaus bewusst bin, hat mich die Art von R. Kiyosaki zu denken und zu handeln begeistert. Jedenfalls denke ich gerade über meine Investitionen nach….

    LG Simone

    • Hallo Simone,
      und danke für deinen Kommentar. Ja… Wirtschaftlich betrachtet, sieht man einige Dinge immer anders. Aber wenn man dann plötzlich solche Gedankenanstöße bekommt weißt man die typische Ökonomie in ihre Schranken und geht neue Wege. Deshalb finde ich es auch so wichtig, dass man sich durch solche Bücher inspirieren lässt. Auch wenn man vielleicht nicht immer alle Meinungen mit den Autoren teilt :-)

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