Frag Flo: Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit
http://hangout-lifestyle.de/aus-der-arbeitslosigkeit-in-die-selbstaendigkeit/ Gepostet von Flo in Erfolg, Geld, Selbstständig 2.0 | 3 Kommentare
Vielen Dank für eure ständigen Mails und Fragen, die ich über diesen Blog erhalte. Ich merke, dass ich ganz und gar nicht alleine bin mit den Themen 4Stunden-Woche, Entrepreneurship und Lifestyle-Design.
Vergangene Woche erhielt ich eine sehr lange Frag-Flo-Frage von Thomas, die wunderbar auch zu meiner aktuellen Artikelserie “Arbeiten von zu Hause” passt. Das Thema ist “Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit” und die Frage lautete wie folgt:
Hallo Florian, ich habe die meisten der Bücher auf Deiner Bücherliste bereits gelesen, bis auf Einige. Insbesonde die Bücher von Robert Kiyosaki und auch Bodo Schäfer. Ich möchte deshalb keinen Job mehr annehmen, sondern mich auf eigene Beine stellen. Doch ich habe einfach keine Idee womit? Ein Online-Shop oder ein eBook ist eine gute Idee, aber was sollte ich verkaufen? Worüber schreiben?
Auch gibt es doch bei Onlineshops so viel rechtliches zu beachten. Weiterhin kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass ich davon leben kann. Derzeit bin ich Arbeitslos und habe alle Zeit der Welt um etwas in dieser Richtung zu machen. Aber ich traue mich einfach nicht und weiß vor allem nicht, was ich in einem Online-Shop verkaufen könnte.
Sicherlich bekomme ich demnächst vom Arbeitsamt wieder eine Beschäftigung vorgeschlagen. Doch das Arbeitsamt möchte mich ja gerade in einen Job drängen, obwohl ein „Job“ nicht das ist, was ich machen möchte. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist ein eigenes Unternehmen auf die Beine bringen. Doch genau hier stehe ich irgendwie auf dem Schlauch.
Wie hast Du Dich damals überwunden und den Schritt zum Entrepreneure gewagt? Was sind die ersten Schritte die man machen muss? Was hast Du vor der Gründung deines Online-Shops (Teeladen) alles gemacht, wie bist Du vorgegangen? Ich könnte mir Beispielsweise nicht vorstellen Lebensmittel per Online-Shop (also auch Tee) zu verkaufen. Vielleicht eher was in Richtung Computer oder andere Dinge. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht.
Vielleicht hast Du ein paar Tipps für mich?
Ich finde Die Antworten auf die anderen Frag-Flo Fragen wirklich gut gemacht von Dir. Ein dickes Lob an Dich!
Raus aus der Arbeitslosigkeit
Zu aller erst, danke für deine Frage, Thomas. Ich bin allerdings kein “Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit”-Coach und kann daher nur aus meiner Sicht der Dinge sprechen. Sicherlich sind nicht alle Empfehlungen und Ratschläge für jeden anwendbar, kann aber natürlich verstehen, dass der eine oder andere einfach nur raus will von der Arbeitslosigkeit. Aber: warum ist das eigentlich so?
Ich denke, es hängen von mehreren Faktoren ab:
- Ungewissheit
Man weiß nicht wirklich, wie es weiter geht im Leben. Welchen Job bekommt man als nächstes? - Finanzielle Aussichten
Als arbeitsloser Mensch “verdient” man logischerweise nicht das, was man eventuell verdienen könnte. - Schockzustände
Wenn man generell plötzlich arbeitslos wird und nicht damit rechnet - Psychologie
Häufig ist es tatsächlich so, dass Arbeitslose als weniger belastbar und weniger angepasst angesehen werden - Angst
Gerade, wenn man etwas älter ist hat man z.B. Angst ob man überhaupt wieder einen Job findet. - Und so weiter…
Gründe gibt es eben genug. Dabei gefallen mir die Folien über die Psychologie der Arbeitslosigkeit von der Uni Hamburg recht schön. Dort steht nämlich unter der Definition der Arbeitslosigkeit unter anderem:
Arbeitslos ist, wer sich als arbeitslos ansieht.
“Theoretisch” sind wir alle also nie wirklich arbeitslos, wenn wir uns nicht selbst als solche ansehen. Fakt ist aber auch, dass rein aus der Psychologie heraus der Mensch Arbeit braucht, weil es irgendwo auch einen Stellenwert und Sicherheit vermittelt. Und im Zuge dessen sucht der Mensch natürlich immer nach Sicherheit. Sicherheit im Job, Finanzielle Sicherheit, Sicherheit in der Partnerschaft, Sicherheit bei Unfällen (Versicherungen) und so weiter. Manche treiben es aber oft zu weit. Dazu aber später mehr.
Möglichkeiten aus der Arbeitslosigkeit
Natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten aus der Arbeitslosigkeit. Die zwei größten sind wohl:
- Einen neuen Job suchen (also z.B. auch eine Teilzeitstelle finden)
- oder Selbständig werden
- (gibt’s dann noch andere Möglichkeiten für junge Menschen?)
Gerade wenn man schon etwas länger arbeitslos ist, herrscht oft Geldnot. Das ist i.d.R. auch der Fall, wenn man gerade aus dem Studium kommt (so wie ich damals) und als ehemaliger Student ebenfalls so gut wie gar nichts auf dem Konto hat. Das heißt: vielen bleibt oft gar nichts anderes übrig als sich wieder einen neuen Job zu suchen.
Das ist auch der Fall, wenn man unbedingt den Drang hat, sich selbständig zu machen und am Anfang Geld für Investitionen braucht. Es geht aber auch anders:
Ziel erfassen
- Was will ich machen?
- Was will ich in der Selbständigkeit tun?
- Wem will ich helfen?
Das sind solche Fragen, die man sich von vornherein beantworten sollte. Denn ohne einen konkreten Fahrplan (und ich rede hier nicht unbedingt von einem Businessplan) ist es schwierig, seine eigene Ziele zu verfolgen und später dann natürlich auch einzuhalten. Wenn man hier nicht weiter weiß, braucht man alle anderen Schritte erst gar nicht tun.
Aber das ist gerade oft die Schwierigkeit dabei, wie man unschwer aus den Fragen von Thomas ganz oben herauslesen kann. Wie bekomme ich denn überhaupt eine Idee? Was soll ich denn überhaupt machen?
Tja. Ich hab schon einiges über diese Themen geschrieben. Zum Beispiel auch über das Thema der Kreativität und der Ideenfindung.
Ich persönlich glaube ja, dass jeder sehr kreativ ist (auch wenn der eine oder andere das Gegenteil behauptet), wir es aber mit der Zeit verloren haben. Ist ja auch klar. Wir gehen in die Arbeit, bekommen gesagt, was wir tun sollen und machen das dann. Viel Spielraum für eigene Kreativität bleibt da oft nicht.
Sicherlich gibt es da auch noch andere Jobs, bei denen man sehr viele Freiheiten hat und nicht der Chef immer das letzte Wort hat. Wenn man so einen Job hat, man glücklich und zufrieden ist: super.!Für all die anderen: Wir müssen uns überlegen, was wir tun wollen.
Ideen finden
Die besten Ansätze für uns waren diese:
- Bücher lesen
Von solchen Büchern wie Die 4 Stunden Woche oder Kopf schlägt Kapital (mehr Buchtipps) bekommt man sehr viele Anregungen und Einfälle. - Die eigenen Hobbys mal genauer analysieren
Was macht mir denn eigentlich Spaß? Kann ich mein Hobby nicht irgendwie zum Beruf machen?
Bei uns in der Gegend gibt es jemanden, der sich vor nicht all zu langer Zeit als “Baumschneider” selbständig gemacht hat. Er klettert nämlich in seiner Freizeit gerne und jetzt sägt er die Gipfel von Bäumen in Auftragsarbeit ab. Klappt auch. - Die eigenen Ziele analysieren
Was will ich in 10 Jahren erreicht haben? Kann ich in Verbindung mit meinen Zielen auch meine Existenz aufbauen? - Jeden Tag 30 Minuten zum Nachdenken “reservieren”
Wenn man im Moment keinen Job hat, hat man in der Regel viel Zeit für andere Dinge. Nicht unbedingt nur für das Lesen. Man sollte sich einfach mal 30 Minuten Zeit nehmen, sich hinsetzen und nachdenken. In der ersten Woche wird man feststellen, dass man nicht sonderlich viel bewirkt hat. Aber in der zweiten Woche fängt man plötzlich gezielt an, über Dinge nachzudenken, die einem vielleicht selbst nerven. Und man geht danach ganz anders durch die Welt. - Was stört mich in meiner Umgebung?
Es gibt sehr viele Dinge, die darauf warten einfach nur verbessert zu werden. Wir standen eines Tages eben in einem Edeka-Laden vor dem Teeregal und wussten nicht welchen Tee wir nehmen sollten. Dann kam uns die Idee, dass es doch toll wäre, wenn man nur kleine Mengen des Tees in eine größere Packung legen könnte. Und geboren war die Idee unseres Teeladens. - Nie den Markt unterschätzen
Die Märkte für bestimmte Produkte sind teilweise so groß obwohl man sich selbst manchmal denkt: “Kauft das überhaupt jemand”? Man unterschätzt den Markt viel zu oft.
Man gehe einfach mal in einen Zeitschriften-Laden. Was sieht man da? Abermillionen von Zeitschriften, die anscheinend auch alle gekauft werden, sonst würden sie gar nicht erst gedruckt.
Es gibt an dieser Stelle sicherlich noch viel mehr Tipps und Tricks, die aber nicht bei jedem funktionieren. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden und das ist auch nicht gerade einfach. Seine Gedanken von heute auf morgen zu verändern war noch nie so simpel. (Falls es jemanden interessiert: Das hat etwas mit neuronaler Plastizität zu tun.)
Aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit
1. Geld vom Staat
Ich bin nicht der Fachmann für Ratschläge rund um die Arbeitslosigkeit. Ich bin zwar auch kein Fan vom Arbeitsamt, weil da vieles sehr verwirrt abläuft, aber um weitere Ratschläge zu bekommen ist es sicherlich hilfreich dort anzufragen.
Soweit ich weiß, gibt es einen so genannten Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit. Auf deren Website kann man im Moment entnehmen, dass Menschen, die arbeitslos geworden sind (also nicht gekündigt haben) für 9 Monate Geld vom Staat bekommen. Weitere 6 Monate wird dann noch ein etwas geringerer Geldbetrag für die soziale Absicherung ausbezahlt. Man muss sich also keine Sorgen z.B. um seine Versicherungen machen.
Nach dieser Zeit ist es dann allerdings vorbei. Und man muss sehen, wo man bleibt. Und glaubt mir: es ist schwer! Nach nur 9 Monaten seine Geschäfte so gut am laufen zu halten, dass man davon leben kann ist schwierig aber nicht unmöglich.
Bei uns war es so, dass wir ja nicht arbeitslos geworden sind (wir haben ja vorher studiert und nicht gearbeitet). Demzufolge gab es auch keinen Gründungszuschuss vom Staat. Wir mussten von Anfang an unsere Versicherungen, private Renten und unseren Lebensunterhalt selbst bezahlen. (Nur gut, dass wir als Studenten ohnehin keinen hohen Lebensstandard hatten
)
Aber es hat auch geklappt. Und wir sind mächtig stolz darauf.
2. Unterstützung von anderen Instituten
Es ist natürlich blöd, wenn man sich allen voran erst einmal um die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts kümmern muss. Aber oft ist es anders nicht möglich. Die aller beste Möglichkeit dazu ist das Geld vom Staat durch z.B. einen Gründungszuschuss. Man bekommt aber auch von anderen Instituten Unterstützung und Hilfe, wenn auch nicht sofort und direkt z.B. in Form von Bargeld:
- Hans Lindner Stiftung
Haben wir selbst mal in Anspruch genommen und konnte dadurch gute Kontakte aufbauen. Sie helfen einen selbst durch Beratung und Coaching für die Existenzgründung. Dort werden auch Fragen beantwortet wie: “Komme ich an Fördergelder der Region?” - EXIST
ist ein Existenzgründerprogramm der Bundesrepublik. Dort gibt es ein Gründerstipendium zu beantragen. Dort haben auch Studenten die Möglichkeit direkt nach dem Studium in die Selbständigkeit zu gehen. Gefördert werden aber nur technologiebasierte Innovationen. - KfW
Die KfW bietet ebenfalls für Existenzgründer einen Gründungszuschuss, den man allerdings zum Teil zurückzahlen muss. - Und viele mehr. Weitere Fördermittel für alle Bundesländer gibt es z.B. auf Förderland.de
3. Jobben
Vom Tellerwäscher zum Millionär. Das hört man vor allem bei den Amerikanern. Ganz so einfach ist es für viele natürlich nicht, aber es ist ein Anfang. Denn viele fangen klein an und versuchen, sich ihren Lebensunterhalt mit kleineren Jobs zu verdienen. Mit der gewonnenen Zeit und der Kohle kann man dann wieder weiter denken. Allerdings braucht man auch hier einen genauen Plan, wie man weiter machen will (Thema: Zielerfassung).
eBook, Onlineshop, oder…?
Um zu deiner Frage zurück zu kommen. Die Entscheidung, was du schließ- und endlich machst, kann ich dir nicht abnehmen. Und am Ende kannst das nur du selbst entscheiden.
Ganz klar. Auch hier suchen wir nach Sicherheit. Wir wollen, dass jemand Anderes uns sagt: “Mach dies oder mach jenes”. Aber keiner wird sich die Verantwortung aufbürden dir zu sagen, was du machen sollst. Immerhin soll es auch dir Spaß machen.
1. Keine Angst vor Neuem!
Was ich dir aber ganz klar sagen kann. Wenn du glaubst, ein Onlineshop ist das richtige. Dann tu es! Ganz egal, welche Schwierigkeiten auf dich zukommen. Alles ist machbar und alle Probleme sind lösbar. Man fürchtet sich nur immer zu sehr davor. Das war bei uns gar nicht anders als wir vieltee.de online stellten. Es konnte so vieles schief gehen:
- Angefangen von der Programmierung
- über den Bestellvorgang
- die Lagerhaltung
- das Versenden der Packungen
- und so weiter…
Und zweifellos: es ging auch einiges schief. Teilweise ging das Bestellen am Anfang gar nicht, weil sich irgendwo noch Fehler eingeschlichen haben. Wir bekamen dann Mails von unseren Kunden die alle super lieb und nett waren, uns auf die Fehler aufmerksam gemacht haben und zugleich haben wir auch gleich noch einige Kundenwünsche umsetzen können.
Auf der anderen Seite haben wir dann gegen Frühling gemerkt, dass sich Tee im Sommer nicht wirklich gut verkaufen lässt (Das typische Sommerloch, mit dem z.B. auch Chocri zu kämpfen hat. Soweit ich weiß, verkaufen die im Sommer jetzt individuelles Eis. Und wie man sieht: das funktioniert auch
Obwohl es dort auch Hindernisse gibt, wie z.B: “Wie kommt das ganze überhaupt als Eis noch beim Kunden an?”.)
Alles ist machbar!
2. eBooks sind nicht für jeden ideal
Genau wie beim Bloggen braucht man für eBooks sehr viel Ausdauer. Wer nicht gerne schreibt ist wohl fehl am Platz. Aber wenn man sich dann wieder Tim Ferriss ansieht, der als Autor vorher auch überhaupt keinen Plan gehabt hat, dann frage ich mich, warum es nicht doch viel mehr Leute tun.
Im Grunde hat jeder ein bestimmtes Wissen welches er/sie gerne weiter geben will oder kann. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob man sich selbst als Profi sieht oder nicht. Und man kann sich ja auch direkt Unterstützung von Verlagen holen.
Tim Ferriss hatte den Drang und das Ziel ein Buch zu schreiben. Und es hat geklappt. Und es war ein Bestseller! ![]()
3. Digitale Infoprodukte
Wenn du mein Interview mit Chris Ducker verfolgt hast, dann konntest Du mit Sicherheit aus dem Context heraushören, dass die meisten Menschen im Moment versuchen, Ihre Kohle (im Internet) mit digitalen (Info-)Produkten zu vertreiben. Zurecht. Das scheint ein sehr lukratives Geschäft zu sein, wenn man sieht, wie Tobias Knoof mit dem Trafficprisma abgeräumt ´ hat. Ob die Produkte für den einen oder anderen etwas bringen, ist schwer heraus zu finden (so auch meine persönliche Erkenntnis).
Was hat Flo vor einem Jahr getan?
Im Grunde nichts anderes. Ich war ja vorher schon – neben meiner Ausbildung – als Webdesigner tätig. Wegen meines Aufenthalts in Australien hab ich das aufgegeben und wusste aber dann im Nachhinein: Ich muss weiter selbständig bleiben.
Nach dem Lesen einiger Bücher war ich vor der selben Situation wie du: Ich konnte plötzlich nicht mehr verstehen, warum man als Arbeitnehmer genau 8 Stunden arbeiten soll. Auch nicht dann, wenn man seine Arbeit schon nach 6 Stunden erledigt hat.
Beides – der Drang weiter selbständig zu bleiben und das Lesen dieser Bücher – hat mich schließ und endlich dazu veranlasst es einfach zu probieren. Ich glaube, ich hab im Moment ganz gut Fuß fassen können. Aber klar. Ich kann auch nicht sagen, ob es weiterhin so bleibt. Aber wer kann das schon? Die wirtschaftliche Lage betrifft nicht nur Arbeitnehmer sondern natürlich auch die Selbständigen. Und in solchen Zeiten ist keiner wirklich vor irgend etwas sicher. Auch ein vermeintlicher Arbeitsplatz ist dann schnell auch nicht mehr so sicher als er den Anschein hatte.
Anders ausgedrückt: ich bin selbst noch ein Stückchen davon entfernt, nur 4 Stunden in der Woche zu arbeiten. Ich denke, das ist auch jedem klar. Gerade am Anfang ist man oft länger gefordert und ich als anerkannter Perfektionist sowieso. Ich kann allerdings sagen, dass ich die ersten 100 Euro schon passive einnehme, was für mich der absolut Wahnsinn ist, denkt man daran, dass man von der Arbeit, die man früher mal gemacht hat, jetzt längerfristig etwas hat. Und seien es auch “nur” 100 Euro im Monat.
Zum Onlineshop von vieltee gab und gibt es immer noch unterschiedliche Ansätze. Für mich waren die wichtigsten Fragen:
- Woher bekomme ich denn Tee?
- Wie viel kostet mich der Tee?
- Woher bekomme ich eine passende Verpackung?
- Und so weiter…
Ich will hier nicht weiter ins Detail gehen weil ich denke, dass nicht für jeden die gleichen Fragen relevant sind. Im Großen und Ganzen half da aber nur die Recherche. Und wir haben innerhalb des letzten Jahres sehr viel lernen können. z.B. im Kontakt mit unserem Verpackungshersteller, weil dieser (zufällig) auch die Verpackung für MyMüsli machte.
Du musst aber nicht unbedingt Tee oder Nahrung generell online verschicken, es gibt viele Dinge. Zum Beispiel etwas mit Computer, wie du schon erwähnt hast. Wichtig ist nur, dass man hier die richtige Nische findet.
Fazit
Und dann gehört natürlich eine ganze Menge Selbstvertrauen und der Wille dazu, es schaffen zu wollen. Ich weiß, dass ich es schaffen werde, weil ich tief und fest daran glaube. Auch wenn manches einfach total schief geht und ich meine Ziele so nicht erreichen kann, wie ich sie mir vorgenommen habe. Das Leben geht weiter und nimmt halt einfach eine andere Abzweigung.
Aber auch das eigene Selbstvertrauen muss ab und zu aufgefrischt werde. Da hilft es z.B. eine Mastermind-Gruppe zu gründen (also Gleichgesinnte, die auch gerade einen Shop aufmachen wollen). Oder das einfache Fragen an Profis, die oft auch bereit sind, zwei oder drei Fragen konkret zu beantworten ist eine weitere Möglichkeit.
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Die Frage ist berechtigt und man hört heraus, dass Thomas sich für das Thema 4HWW begeistern kann, aber seine Arbeitslosigkeit ihn in eine Art “Starre” katapultiert hat. Natürlich ist der Verlust der Arbeitsstelle erst einmal ein einschneidendes Erlebnis. Aber man muss sich entscheiden, ob dies negativ oder positiv zu sehen ist.
Thomas hat 2 ganz wichtige Fragen zu Beginn gestellt: Was sollte ich verkaufen? Worüber schreiben?
Mit diesen Fragen – oder einfacher gesagt, die Frage: Worin bin ich Experte? – sollte jeder Unternehmer anfangen. Die Antwort darauf kann manchmal langwierig, manchmal aber auch sehr eindeutig ausfallen.
Im Laufe meiner Berufserfahrung und als angehender Entrepreneur habe ich festgestellt: Je mehr du über etwas nachdenkst, umso schwieriger wird es, das Ziel klar vor Augen zu behalten.
Ich habe die ersten 6 – 12 Monate an 2 verschiedenen Businessideen gearbeitet, hatte Businesspläne geschrieben, mein Netzwerk erweitert und Kontakte gepflegt. Bis ich eines Tages festgestellt habe, dass ich mich irgendwie “verrannt” hatte.
Die Grundideen waren gut. Sind es immer noch. Aber ich habe die Dinge so aufgeblasen, dass an einen einfachen Start ohne VC oder Business Angel gar nicht zu denken war.
Völlig frustriert hab ich mich dann hingesetzt, eine Weile lamentiert und dann spontan entschlossen, mich aus diesem Loch zu befreien.
Wie?
Ich habe mir die Frage gestellt: Was mag ich? Was kann ich?
Als Musiker war die Frage leicht zu beantworten und nach einigen Gedankengängen (es waren wirklich nicht mehr) habe ich das Projekt http://www.MusikerDeals.com aus dem Boden gestampft. Und zwar innerhalb von 2 Wochen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion.
Ergebnis:
Ich bin glücklich mit der Seite. Der Traffic steigt stetig und es macht sehr viel Spaß. Und das alles aus dem Bauch heraus.
Und wenn du, Thomas, einen Online Shop starten möchtest, dann lass dich nicht von negativen Gedanken davon abhalten. Es gibt diverse Möglichkeiten, dich rechtlich abzusichern und einen sauberen Shop aufzuziehen.
In meinem Blog http://www.eCommerce-Coaching.de stelle ich Tipps für Online Shop Betreiber parat. Schau einfach mal vorbei.
Und zum Schluss noch einen ganz wichtigen Tipp:
Fang an! Egal mit was. Der erste Schritt ist der schwierigste. Danach kommt Eines zum Anderen.
Viele Grüße und viel Erfolg bei deinen Projekten.
Josef
Vielen Dank für diese Unterstützung, Joe
Find ich klasse, dass Du so eine lange, ausführliche und auch unterstützende Antwort hinterlassen hast 
Das Wichtigste ist:
- es muss Spaß machen
- etwas das man “gut” kann
- am Ball bleiben
- Pläne/Ziele aufstellen
denn auf Dauer hält man es mit gezwungenen Projekten nicht aus.
Dabei ist es “egal”, was DICH interessiert.
Irgendwo habe ich gelesen, ein Mann hat sich für Eisenbahnmodelle interessiert und schwupp seine Homepage darüber erstellt. Soweit ich weiß auch mit Erfolg. Auch wenn es dauert in soeiner Nische seinen Leser+Kundenkreis aufzubauen, lohnt es sich am Ende. Denn er ist Spezialist auf dem Gebiet und verbreitet sein Interesse+Wissen und wenn erst die Leser da sind, hat er auf jeden Fall welche, die sich genau dafür interessieren!
Dies kann man dann nutzen + erweitern und z.B. Partnerprodukte bewerben, die etwas mit dem Thema zutun haben und so Geld verdienen
usw. siehe Josefs Beispiel